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Samstag, 19.05.2012

Beckenbergmuseum Eibau

Warum in die Ferne schweifen - Ausflugsziele rund um den Kottmar vor 100 Jahren“

Der Eibauer Beckenberg mit seinem Bergggasthof „Beckenbergbaude“ und dem Heimatmuseum gehört zweifellos zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Oberlausitz. Das belegen auch die Besucherzahlen der vergangenen Jahre. Rund 7.200 Gäste konnten im Vorjahr in den Ausstellungsräumen des Beckenbergmuseums begrüßt werden. Die Sonderschau des Heimat- und Humboldtmuseums Eibau lässt Erinnerungen an längst vergangenen (Wander)zeiten lebendig werden.

Unsere Altvorderen verbrachten ihre Freizeit

Historische Postkarte
Historische Postkarte

im Vergleich zu heute relativ einfach aber auch ungezwungener. Ohne Automobil und der heute so selbstverständlichen Ausrüstung sind sie auf Tour gegangen und verstanden es durchaus, sich zu amüsieren und vom Alltag zu erholen.

Viele der Natur-, Heimat- und Wander- freunde waren in naturwissenschaftlichen Heimat- und Volksbildungsvereinen organisiert. Durch den Lusatia-Verband der Heimat- und Gebirgsvereine wurde ab 1880 die Entwicklung des Tourismus vorangetrieben, Bergbauden und Ausichtsürme errichtet.

Die Ausstellung zeigt anhand von ca. 200 Ansichtskarten und historischen Abbildungen 35 ausgewählte Ausflugsziele aus den Jahren um 1900. Illustriert und ergänzt werden die Darstellungen mit Informationen zur jeweiligen Geschichte, alten Anzeigen und anderen interessanten Exponaten.

Viele der einstigen Gaststätten

Beckenbergmuseum Eibau
Beckenbergmuseum Eibau

sind heute nicht mehr vorhanden. Aber in den Erinnerungen der Oberlausitzer spielen die einzelnen Ausflugsziele noch immer eine nicht unbedeutende Rolle. Gestaltet wurde die Ausstellung vom Neugersdorfer Heimatfreund Gerd Menzel, der für diese Sonderschau Material mehrerer Heimat- freunde zusammengetragen hat.

Entstanden ist ein bunter Bilderbogen, der den Zeitcolorit der vorletzten Jahrhundertwende spüren und erleben lässt. Der Ausflug in die nähere und weitere Umgebung des Kottmars ist noch bis 12. September 2010 möglich.

Gleichzeitig erinnert die Ausstellung an die seit 1811 bestehende Möglichkeit, auf dem Beckenberg einzukehren. Der damalige Müller hatte das Wasser seines am Südhange befindlichen Brunnen der im gleichen Jahr gegründeten Landbrauerei Eibau zur Verfügung gestellt. Im Gegenzuge durfte er auf dem Berge Bier ausschenken - Jahrzehnte vor Beginn des eigentlichen Ausflugsverkehrs.

Öffnungszeiten:
tgl. außer Mittwoch 9 - 12 / 13 - 17 Uhr
an den Wochenenden 13 - 18 Uhr