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Samstag, 19.05.2012

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Vorgeschichte

Deutsche Besiedlung  - Herrengeschlecht, Bauernstand und Stadtgründer

Im allgemeinen „... wird es wie überallgewesen sein, Wenden (Slawen) und Deutsche standen sich in scharfer Scheidung gegenüber: ...“. (Jecht 14/15)
Das Heidentum bestand parallel weiter. Bevor überhaupt Stadtgründungen aktuell wurden, gab es einen böhmischen Verwalter, den villicus, der das Krongut hütete. Oft wurden wendische Fluren in die deutschen Gutsbezirke einverleibt.

Als der deutsche Bauer um 1200 hier eintraf, hatte sich das deutsche Herrengeschlecht unter der Führung des villicus die alteingesessenen, slawischen Siedler bereits hörig gemacht.  Wie vorgeschichtliche Funde zeigen, waren die späteren Handelsstraßen als Handelswege bereits vorhanden. Noch war alles ländlicher Prägung. Marktflecken entwickelten sich erst. Nur kleine wendische (slawische) Weier waren da. Das gesamte Leben funktionierte auf natural-wirtschaftlicher Grundlage. Der Überschuß diente als Zins an den Grundherren und für Dinge, die man nicht selbst erzeugen konnte. Die deutschen Herren, die Besitzer der Siedlungen, lebten von diesen Zinsen und werden selten selbst Landwirtschaft betrieben haben.

Die wirkliche Kolonisation begann erst mit dem einfachen deutschen Volk im 12./13. Jahrhundert. Im alten deutschen Gebiet herrschte Geburtenüberschuss. Was half, war eine neue Heimat - ertragreiches Ackerland. Das Gebiet der Oberlausitz war ideal dafür geeignet. Bereits durch die vorhandene deutsche Herrschaft und die Kirche gesichert, bot es den staatlichen Rahmen.

Deutsche Siedler roden den Wald
Deutsche Siedler roden den Wald

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